Erfolge für Forschendes Lernen mit digitalen Medien: Drei Filme des Geschwister-Scholl-Gymnasiums beim »3. Schulfilmfest NRW« gewürdigt

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Die beiden Film-Lehrenden Evelyn Futterknecht und Jürgen Lemke beim Schulfilmfest im Cinemax-Hamm mit ihren Schüler*innen – von links nach rechts: Editha König, Chantal Gawlita, Sanem Dilek, Marcel Grünagel, Johanna Runte, Felix Wehrmeyer, Leonard Samukele und Jonah Berendt

Selbstständiges Forschendes Lernen auch mit eigenen digitalen Medien: Hier ist das Geschwister-Scholl-Gymnasium Münster NRW-weit klasse! Seit Jahren schon werden an dieser Schule außergewöhnlich gute Filme mit Smartphones und IPods produziert, die immer wieder durch ihre ungewöhnlich frischen authentischen Inhalte überzeugen. Wie auch bei den letzten Festivals sind nun wieder Filme für das landesweite Filmfestival in Hamm nominiert worden. Dieses Jahr sogar drei von vier möglichen aus dem „Netzwerk Filmbildung Münster“: „Telefonieren im Unterricht“ von Johanna Runte und Sanem Dilek, „Nein zu Rassismus“ von Leonard Samukele, Jonah Berendt, Felix Wehrmeyer und Marcel Grünagel und „Tote Mädchen vergessen nie“ von Chantal Gawlita und Editha König.

Besonders gewürdigt wurde in Hamm der Film von Johanna Runte wegen ihres wunderbar vielseitigen Rollenspiels, das Publikum und Veranstalter gleichermaßen begeistert hat. Er soll nun als gelungenes Filmbeispiel sogar auf die Homepage von „Film+Schule NRW“ gestellt werden. Auch die gute Qualität, das hohe Engagement und der Einfallsreichtum bei den anderen beiden Filme wurde bei der Überreichung der Urkunden vor großem Publikum besonders lobend herausgestellt.

Diese Erfolge sind eine Bestätigung für die außergewöhnliche Filmarbeit am Geschwister-Scholl- Gymnasium Münster in der „Filmklasse“ für Schüler*innen von Klasse 5 bis 10 und bei den „SCHOLL.Projekten“ im Kunstunterricht. Schülerinnen und Schüler bekommen viel Zeit und Raum für ihr „Forschendes Lernen mit eigenen digitalen Medien (BYOD)“, um ihre Ideen künstlerisch filmisch zu verwirklichen. Wichtig für ein Gelingen ist dabei: die Lehrenden halten sich bewusst aus den eigenständigen kreativen Prozessen der Lernenden heraus und sind eher unterstützend beratend und moderierend tätig. Für diese Lehr-Einstellung braucht es viel Erfahrung, Optimismus, Durchhaltevermögen und Gelassenheit sowie auch die Zuversicht und das Wissen um gelingende selbstgestaltende Prozesse. Wenige Lehrkräfte haben hierfür den erforderlichen Mut und vor allem die dafür notwendigen Lehr-Voraussetzungen, erworben meist in außerschulischen künstlerisch kreativen Projekt-Kontexten. Wichtige Erkenntnis daraus: Die eigenen Ideen von Schüler*innen sind ein schützenswertes und intrinsisch zu beförderndes, für ihr lebenslanges Lernen, wichtiges Gut. Nur eine Individuelle Förderung, die dies berücksichtigt, kann herausragende und ungewöhnliche Ergebnisse außerhalb eines engen Erwartungshorizontes erzielen.

Umso unverständlicher, dass innovative Lehr-Formen und Methoden mit digitalen Medien für eine mehr schülerzentrierte offene und projektorientierte Arbeit in Schule immer noch wenig anerkannt, gewürdigt und gefördert werden, ja oft eher kritisch beäugt und mit dem Hinweis auf Lehrpläne diskreditiert werden. Die nun seit Jahren anhaltenden Erfolge am Geschwister-Scholl-Gymnasium durch eigenverantwortliches Forschendes Lernen mit digitalen Medien sowie durch eine performative selbstbestimmt forschende Projektarbeit im Kunstbereich machen deutlich, dass rückwärts gewandte Haltungen sich, anstatt im Dunkeln zu formieren, besser im Licht, einer konstruktiven Auseinandersetzung stellen sollten.

 

 

Erfolgreiche Nominierungen für Schülerfilme des Geschwister-Scholl-Gymnasiums beim “3. Schulfilmfest NRW 2016” in Hamm

Prof. Dr. Martin Epkenhans vom „Netzwerk Filmbildung Münster“ überbrachte heute die Nachricht, dass eine Auswahlkommission in zwei Kategorien die Filme ausgewählt hat, die auf dem landesweiten Filmfest in Hamm präsentiert werden. Jedes der Netzwerke in NRW durfte jeweils 2 Filme pro Kategorie für Hamm auswählen, davon sind drei Filme von Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Münster erstellt worden:

„Herzlichen Glückwunsch! Euer Film ist für das landesweite Schulfilmfest am 8. Juni, 10.00 Uhr im Cineplex in Hamm nominiert! Dort wird euer Film in festlichem Rahmen vor großem Publikum präsentiert. Nach der Vorführung aller nominierten Filme aus ganz NRW seid ihr zu Film-Workshops im Kino eingeladen. Filmschaffende werden ihre Arbeit vorstellen und euch für eure Fragen zur Verfügung stehen. Ende der Veranstaltung ist voraussichtlich gegen 15.00 Uhr. Die Teilnahme am landesweiten Schulfilmfest ist für euch selbstverständlich kostenlos.“

Folgende Filme aus dem Geschwister-Scholl-Gymnasium werden am 8. Juni ab 10 Uhr im Cineplex Hamm beim „3. SCHULFILMFEST NRW 2016“ gezeigt:

In der Kategorie 1. – 6. Klasse:

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„Telefonieren im Unterricht“, ein Film von Johanna Runte und Sanem Dilek, Klasse 6a.
Der Film zeigt in einem lustigen Rollenspiel zum Thema „Handy und Schule“, wie man eine Lehrerin so richtig auf die Palme bringt. Produziert wurde er in der „FILMKLASSE“ des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Münster.

In der Kategorie 7. – 13. Klasse:

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„Nein zu Rassismus“, ein Film von Leonard Samukele, Klasse, 6a, Jonah Berendt, Klasse 6b, Felix Wehrmeyer und Marcel Grünagel, Klasse 7a
Der Film “Nein zu Rassismus“ handelt davon, wie Schüler durch ihr engagiertes und mutiges Eingreifen, Mobbing und Rassismus in der Schule verhindern. Er wurde ebenfalls in der „FILMKLASSE“ produziert.

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„Tote Mädchen vergessen nie“, ein Film von Chantal Gawlita und Editha König, Klasse 7a.
Der fröhliche Waldspaziergang zweier Freundinnen endet tragisch. Irgendwann tauchen dann unheimliche Erinnerungen auf – zwischen (Alb)Traum und Wirklichkeit. Der Film wurde im projektorientierten Kunstunterricht »SCHOLL.Projekte« bei Jürgen Lemke produziert.

Kunstausstellung „ORTungen 2013: SCHOLL.Projekte – Kunst ins Zentrum“ im Kinderhauser Zentrum

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Am Samstag, den 8.6. um 15 Uhr ist es wieder soweit: Das Geschwister-Scholl-Gymnasium wirbelt mit seiner Ausstellung “SCHOLL.Projekte” das Kinderhauser Zentrum mit ungewöhnlichen und auch provokanten künstlerischen Beiträgen ordentlich durcheinander: “PushBoy“ und „Sonnensystem“ im Bürgerhaus, „Augen an Gebäuden”, “Zimmerpflanzen“ und weitere “Aktionen im Zentrum”, seltsame Tiere im “Zoo Kinderhaus” und “Anti-Gewalt-Videos” im und auf dem Parkhaus. Ungewöhnliche Türklinken und andere verlorene Gegenstände werden fotografisch gesammelt. Bunte Brötchen bei Schrunz werben für Toleranz. Maskierte Besucherinnen irritieren bei Pieper, Brillen Bell, bei Schrunz und beim Friseur. Fotos in digitalen und realen Bilderrahmen in der Stadtsparkasse. Videos im Bürgerhaus – Schule: „Einfach zu viel“, “Rückwärtsläufe” und der selbstkomponierte Song “Sleepwalker” als Musikvideo.

Nach der erfolgreichen Ausstellung im Jahr 2011 werden auch in diesem Jahr wieder „Ortungen 2013: SCHOLL.Projekte“ durchgeführt, bei der Schülerinnen und Schüler im Fach Kunst ihre eigenen Ideen im schulischen Umfeld entwickeln: Raus aus der Schule, mitten hinein ins Leben.

Wie erleben Jugendliche das Kinderhauser Zentrum unmittelbar neben ihrer Schule?
Wie reagieren sie auf diesen Ort unter ästhetischen, architektonischen, sozialen, psychologischen und atmosphärischen Aspekten von „Kunst im Öffentlichen Raum“?
Wie können Heranwachsende aktiv und gestaltend im Öffentlichen wirken und teilhaben?
Sich als „ästhetisch“ Handelnde, Forschende und Mitgestaltende erleben, ihren städtischen Umraum neu und bewusster wahrnehmen lernen und als einen gestaltbaren und somit auch als einen für sie erreichbaren und veränderbaren Ort begreifen.
Schülerinnen und Schüler entwickeln eigenständig ihre Ideen und erproben deren Realisierung zum Beispiel in Kontakt mit Ladenbesitzern am Idenbrockplatz, wenn sie deren Schaufenster mit ungewöhnlich gestalteten Objekten oder Installationen bestücken wollen. Auf diese Weise sind viele außergewöhnliche Bilder, Objekte, Videos, Dokumentationen und Aktionen rund um Idenbrockplatz und Bürgerzentrum in Kinderhaus entwickelt worden.

Westfälische Nachrichten vom 23.05.2013 “Scholl-Schüler bringen Kunstprojekte ins Zentrum” | Kunst trifft Kohl

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Hier einige der zahlreichen spannenden Projektbeispiele:

„Toleranz“ (Installation) von Greta Wessing, Katharina Klee, Anna Mai (Klasse 9b): Vielfältige bunte, große und kleine – nicht ganz den Erwartungen entsprechende – Back-Objekte neben genormten Brötchen thematisieren „Toleranz“ in der Bäckerei Schrunz.
„Watching Center“ (Installation) von Sophia Kuhlenkötter, Karola Mai (Klasse 9b): Überdimensionale Augen an verschiedenen Gebäuden scheinen den Idenbrockplatz zu beobachten und verbreiten eine unheimliche Atmosphäre.

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“Symbole“ (Installation) von Regina Bolender, Henrike Meyer (Klasse 8c): eine Installation, die unterschiedliche Bildzeichen im Schaufenster von Sport Pieper nebeneinander stellt und Räume öffnet für andere Wahrnehmungen.

SymboleSportPieper
„Kunst-Bäume“ (Installation) von Filsan Abdi (Klasse 8b): Kleine grüne Modell-Bäumchen irritieren an verschiedenen Orten und wollen symbolisch das durch rote Backsteine dominierte Zentrum begrünen.

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„Zoo Kinderhaus“ (Installation) von Nils Löbbert, Paul Müller, Piet Hüsing (Kult 9) Installation mit Schild und seltenem Tier unterm Bürgerhaus Kinderhaus.

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„Aktionen im Zentrum“ (Videodokumentation, Aktion) (Kult 8) von Hannah Mehlich, Maike Strewick, Lea Fürst, Silvana Asumar, Anna Korte, Christina Rohde, Nicole Becker, Marina Fladung, Katharina Jung, Nele Witte (Kult 8): Ortsbezogene Improvisationen und Choreografien mit Masken an verschiedenen Orten im Zentrum (Brillen Bell, Friseurladen, Bäckerei Schrunz, Parkhaus, Sperrmüll,…)

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“LOL Kinderhaus“ (Foto) von Greta Bosse, Asya Rethmann, Margaret Wekesser (Klasse 8b): „Laughing Out Loud“ per Foto dokumentierte Posen und Haltungen zu unterschiedlichen Orten im Zentrum Kinderhaus.
„Wasser“ (Foto) von Simona Rindelhardt, Jana Serkin, Marlena Limbach (Klasse 8b): Fotos von Orten und Menschen mit Wasser in Kinderhaus.

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„Türöffner“ (Fotos) Nele Witte, Simone Freydank, Maike Strewick, Lea Fürst, Katharina Jung (Klasse 8a): Eine Fotodokumentation, die die faszinierende Vielfalt der Türgriffe in Kinderhaus herausstellt.

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„Lento Grill“ (Fotomontage) Peter Karentzopoulos, Maximilian Schneider (Klasse 9b): Kritische digitale Veränderung an dem Firmenschild „Pronto Grill“

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„Fundstücke“ (Foto) Yannic Wehrmeyer (Klasse 8c): Weggeworfene Gegenstände im Kinderhauser Zentrum werden per Fotokamera gesammelt und dokumentiert

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„Sonnensystem“ (Installation) Felix Altenbach (Klasse 8b): Planetenobjekte (und die Sonne) in der Bücherei im Bürgerhaus

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„PushBoy“ (Installation) Mats Ole Plonka, Martin Götze, Hans G -Westermann (Klasse 8b): Ein roter „privater“ Mülleimer wird im Zentrum (Eingangsbereich Bürgerhaus) am Boden festgeschraubt und dient nun im Öffentlichen als ein Experimentier- und Demonstrations-Objekt für Müllentsorgung

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„Stuhl im Zentrum “ (Fotoaktion) Patricia Adler (Klasse 9) Fotoaktion mit Schul-Stuhl und Menschen im Kinderhauser Zentrum
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Aus dem im Bürgerhaus präsentierten FILMPROGRAMM der SCHOLL-Projekte werden ab Freitag, den 5.7.2013 die folgenden Filme beim 3. Schüler-Filmfestival Münster im CINEMA gezeigt:

„Einfach zu viel“ (Video 2.11) Maren Kopka, Finia Weinlich (Kult 9) Kurzfilm über schulisch bedingten Druck und Stress bei Jugendlichen

Einfach Zuviel 2

„Hairway“ (Video 3.25)  Lea Rensing, Anna-Lena Terwey, Franziska Eiser (Kult 9) Menschen mit unterschiedlichen Haaren und Frisuren werden ein Stück ihres Weges zwischen Schule und Kinderhauser Zentrum mit der Kamera begleitet

Hairway

„I love CentralGrill“ (Video 3.26 ) Ahmed Mahalin, Nick Heedemann, Jure Soce
Schüler haben Fragen zum Kinderhauser Zentrum an Anwohner und Besucher gestellt und in einem rasanten Video dokumentiert

„Handeln“ (Video 2.39) Coraghessan – M. Steinbach, Maikel Fernando, Simon Kopka (Klasse 8b) Ein Anti-Gewalt Video im Parkhaus

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„Reverse Video“ (Video 3.02) Johannes Souvignier, Jan Unland, Matteo Jäger, Álvaro Corbacho, Nicolin Berger (Klasse 8a) Experimentelles Video mit Rückwärtsläufern im Kinderhauser Zentrum & im Geschwister-Scholl-Gymnasium

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„Álvaro Chaplin“ (Video 4.00) Johannes Souvigner, Mark Karalus, Álvaro Corbacho (Klasse 8a) Verfolgungsjagd von der Schule ins Zentrum im „Charlie Chaplin Stil“ https://www.youtube.com/watch?v=G1TU-j1JkUc

Alvaro Chaplin

„Die Rache der Smurfes“ (Video 2.31) Moritz Foet, Kilian Kanaan, Maxim Sawatzki, Christoph Schubert (Klasse 9b) Wenn Gummibärchen sich wehren…

Die Rache Der Smurfs

„Goethe trifft Geschäft“ (Video 1.20 ) David Rölleke (Klasse 8a) Das Goethe-Gedicht „Mailied“ wird im Kinderhauser Zentrum von Geschäftsinhabern und Kunden rezitiert

Die vielfältigen Ideen sind im Rahmen des Konzepts „SCHOLL.Projekte“, einer performativen Projektarbeit im Kunst- und Kultunterricht der achten und neunten Klassen, unter der künstlerischen Leitung des Künstlers und Kunstpädagogen Jürgen Lemke (im Differenzierungskurs KULT 8 zusammen mit Jana Wegscheider) entwickelt worden.
Die Ausstellung versucht neue Perspektiven auf den Ort Münster-Kinderhaus mit Methoden einer individuell fördernden und performativen Projektarbeit im Fach Kunst zu eröffnen, die Schülerinnen und Schüler zur Entwicklung eigener Ideen in Auseinandersetzung mit der sie umgebenden unmittelbaren örtlichen Wirklichkeit ermutigen, befähigen, herausfordern und begeistern will. Sie steht in der Tradition einer ortsbezogenen künstlerischen Arbeit, die sich an Prinzipien von „Kunst im Öffentlichem Raum“ orientiert: ortsbezogen, verändernd, sozial, ästhetisch, intervenierend, provokativ, irritierend, architekturbezogen, partizipierend, psychologisch, medienorientiert, historisch, körperlich, im „Hier und Jetzt“ …

Die Ausstellung findet wieder im Rahmen des von der Stadt Münster veranstalteten Projekts „Kunst Trifft Kohl“ in Kinderhaus statt und wird von der Stadtsparkasse Münster unterstützt.

Eröffnung der Ausstellung: Samstag, den 8.6. um 15 Uhr am Bürgerhaus, Idenbrockplatz in Münster Kinderhaus

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„LOL Kinderhaus“