In »Kunst« auch eigene Ideen verwirklichen, wie es eine Kunstakademie erwartet

In Schule »selbstgesteuert und schülerorientiert an eigenen Ideen lernen und lehren«, wie geht das denn bitte? Auf der Suche nach dem viel beschworenen »individualisierten Selbstlernen« im Kunstunterricht. 

Jürgen Lemke

Wie geht ein sinnvolles kunstpropädeutisches Ausbilden am Gymnasium in Richtung Kunsthochschule? Kunstbegabte Schüler*innen sollen nach dem Abitur Kunst oder Design studieren können. Also müssten sie qualitativ gute gestalterische Arbeiten für eine Bewerbungs-Mappe schon in der Schule herstellen können, die zeigen, dass Zeichnen und Malen beherrscht werden und »frische Ideen« vorhanden sind. Das bedeutet für die schulische Lehre: Wie bestellt man ein »Heterogenes Lernfeld«, in dem eine größtmögliche gestalterische Vielfalt gelernt, »produziert und rezipiert«, werden kann sowie besondere gestalterische Begabungen gesehen, anerkannt und individuell gefördert werden können. Welche Bedingungen braucht »Kunst« in Schule, wenn auch eigene Ideen und gute gestalterische Bild-Kompetenzen gefördert und gefordert werden sollen?  
Es scheint mir wenig sinnvoll und verständlich, wie »Kunst«-Unterricht – in der Regel – eher an einem eng führenden kompetenzorientierten Erwartungshorizont organisiert ist. Als gäbe es bei vielen Kunstlehrer*innen kaum Ideen dazu, wie man ein mehr selbstgesteuertes und schülerorientiertes Lernen in Richtung Kunsthochschule ernst nehmen und besser realisieren könnte. Insbesondere im Fach Kunst müsste ein enges standardisiertes aufgabenbezogenes Arbeiten von vornherein erweitert werden. Unterrichts-Vorhaben müssten grundsätzlich mehr ideen- und schülerorientiert geöffnet werden, um Neugier und eine intrinsische Motivation, etwas Eigenes schaffen zu wollen, anzuspornen und fachlich auszubilden. Das hieße »Kunst«-Begabte herauszufordern, sie freier experimentieren, forschen und mit ihren eigenen Ideen fliegen zu lassen, um mehr Zeit dafür zu haben, »Kunst«-Fernere zu fördern und zu unterstützen.  
Es dürfte unter diesen Voraussetzungen nicht sein, dass Schule jahrelang Kinder und Jugendliche eher in ihren Entwicklungs-Potentialen einschränkt und zu braven Pflicht-Erfüllern ausbildet, um dies in einer Kunsthochschule hinterher wieder mühsam korrigieren zu müssen. Als wenn ein schulisch verengter Horizont und eine verklemmte Seele, die primär zum dienstbaren braven und ordentlichen Erfüllen erzogen und geprägt wird, sich an einer Kunstakademie so einfach wieder »befreien« ließe: »Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!« 
In einer per Bachelor gemasterten und verschulten Uni soll das nicht mehr korrigiert werden? Eine disziplinierte Anpassung und ein Leisten bis zur Selbstaufgabe, scheint eher erwünscht zu sein. Schule wirkt mit ihrer überregelten standardisierten Normierung, primär auf gute Noten hin, in vielen Punkten nicht nur Energie- und Zeitvernichtend sondern letztlich auch entwicklungshemmend an den Hirnen, an der Wahrnehmung, an Mobilität, Innovation und Flexibilität unserer Kinder! Abtrainiert werden in Schule ausgerechnet die »Kompetenzen«, die insbesondere für den Besuch einer Kunstakademie notwendig sind: Neugier, Selbstständigkeit, Selbstbewegung, Eigenverantwortung, ein forschendes Interesse, Freiräume eigenständig wahrnehmen können, individuelle Entscheidungen treffen, gestalterische Eigeninteressen realisieren, selbstgestellte Kriterien erarbeiten können, Qualität statt Quantität produzieren, Zeit arbeitsintensiv nutzen können, kooperieren lernen, Absprachen treffen, etc. Das diese wichtigen Fähigkeiten in Schule wenig beachtet, geschweige gelehrt werden, ist unverantwortlich.   

In der Studienordnung der Kunstakademie Münster finden sich deutliche Hinweise dafür, dass sich der Kunstunterricht an Schulen dringend verändern muss, wenn er kunstpropädeutisch, als Vorbereitung für ein Hochschulstudium wirksam werden soll und dem nicht kontraproduktiv gegensteuert:
»(…) Die Studierenden lösen sich in ihrer gestalterischen Praxis von der Erfüllung gestellter Aufgaben. (…)  
(…) Zum einen wird die Wahrnehmung für das weite Feld künstlerisch-gestalterischer Möglichkeiten eröffnet, zum anderen macht dieser Freiraum individuelle Entscheidungen notwendig, deren Kriterien nicht vorgegeben, sondern im Arbeitsprozess selbst und in der Auseinandersetzung mit anderen zu entwickeln sind. (…) 
(…) Die Studierenden übernehmen für ihre künstlerisch-gestalterischen Interessen und die Organisation ihres Arbeitsprozesses selbst Verantwortung. (…) 
Die Studierenden entwickeln ihr ästhetisch-künstlerisches Eigeninteresse, eine intrinsische Motivation für künstlerisches Tun und eine entsprechende Arbeitsintensität. (…)«
(…)  Sie entwickeln ihre Phantasietätigkeit als Vermögen, in der Vorstellung über Vorgegebenes, Bekanntes hinauszugehen, Möglichkeiten ästhetischen Handelns zu entwerfen und spielerisch-experimentell zu erproben. (…)«
Entnommen der: „Studienordnung für den Studiengang Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen im Unterrichtsfach Kunst an der Kunstakademie Münster mit dem Abschluss Erste Staatsprüfung vom 18. Januar 2005“ und „Modulhandbuch 2018““

In einer Kunstakademie kann nur schwerlich im Studium wieder »entschult« und den Studierenden das abgewöhnt werden, was Schule ihnen jahrelang diszipliniert als Grundhaltung eingepaukt und antrainiert hat. 
»Müssen wir wieder machen, was wir selber wollen?« 
Welch großer Irrsinn! 
Kunstakademien können offenbar bei Abiturient*innen notwendige Kompetenzen fürs Studium nicht voraussetzen: das Lernende, die die Schule absolviert haben, intrinsisch motiviert aus sich heraus, eigeninitiativ von »selbst« lebendig forschen und entwickeln können. Was nicht primär »aufgabenbezogen«, »kriteriengeleitet«, »voraussehbar«, »Lern-Ergebnis sichernd« und damit »Erwartungshorizont gemäß« gestaltet wird, gilt in Schule als »beliebig» oder als zu »eigen«? Wenn eine Aufgabe zu offen gestellt ist, gibt es angeblich in Schule keine Lernfortschritte: »Dabei lernen sie doch nichts! Dann machen sie ja nur, was sie wollen!« Kinder, die was wollen, kriegen es auf die Bollen? 
Das »Eigene« bei Lernenden scheint es als positiv besetzte Vorstellung bei vielen Lehrenden in der Schule nicht zu geben? Oder wenn, dann werden kunstakademiegewollte performative Eigenbewegungen im schulischen Raum eher unter disziplinarischen Gesichtspunkten negativ angesehen: »Die Kids sind doch in der Schule schon viel zu frei! Du musst sie einnorden, sonst tanzen sie dir auf dem Kopf herum!«
Erste eigene Ideen, das »von selbst Gemachte«, werden von manchen Lehrenden als »banal« oder »kitschig« verurteilt oder als »klischeehaft« abgetan. In Schule die eigene Linie finden? Den charakteristischen persönlichen zeichnerischen Strich oder malerischen Duktus, der eine gestalterische Persönlichkeit ausmacht? Einen eigenen Ausdruck? Eine eigene forschende experimentelle Haltung ausbilden? Was soll das denn bitte in Schule…? 
»Schön« ist hier primär sauber, akkurat und ordentlich. Und möglichst bitte alle gleich im Klassensatz! Jene eher abschreckenden immer gleichen Vorbild-Beispiele an Schulwänden. Alle schön gleich in Reih und Glied. Bild für Bild. Genormt und standardisiert. Oftmals eine ästhetische Zumutung! Experimentell Forschendes scheint dagegen in der Schulästhetik eher verpönt: »So ein wirres Krickelkrakel? Das ist doch nichts! Die wiederholen sich ja nur! Das ist doch keine Qualität. Das können sie ja schon! Das machen sie doch zuhause auch.«

In welche Richtung sollen »Bildungsstandards« Schule kompetenzorientiert umsteuern? Zu einer angepassten pflichterfüllenden Konformität, wie sie angeblich Wirtschafts-Konzerne hinterher brauchen? Seltsam, dass auch Firmen sich eher beklagen und mit überangepassten Pflicht-Erfüllern ohne Eigeninitiative wenig anfangen können. Sollten Schülerorientierung und Selbstständigkeit in Schule etwa nur Aufgabenbezogen verstanden werden? Ist nur ein selbstgesteuertes Verstehen und Erarbeiten gestellter Aufgaben, also pure Pflichterfüllung gemeint? Soll sich darin schulische Kreativität erschöpfen? Das wäre ein schulisches Armutszeugnis! Eine derart standardisierte Erziehung und Ausbildung in Richtung einer absehbaren gesellschaftlichen Unmündigkeit, könnte perspektivisch mit Demokratie nicht mehr gut zusammengehen. Die begründete eigene Meinung bliebe auf der Strecke. Kommt Bildung nicht vom Bilde her und kann uns mehr sagen als tausend Worte? Bildnerisch arbeiten heißt immer auch unangepasst sein, frei experimentieren, sich mehr als kognitiv ausdrücken können. Eine kreative bildnerische Arbeit kann letztlich Innovation bewirken. Sie bildet Lernende mit eigenen Ideen heran, die auch machen und ausdrücken können, was sie selbst wollen. Eigene fachbezogene Aufgabenstellungen erforschen und entwickeln. Sich fachlich erfolgreich vertiefen und für das eigene Leben, gar für die berufliche Zukunft »wesentlich« werden. Das ginge schon ab Klasse 5 und könnte sich, weiter gefördert in oberen Klassen, in Richtung Schülerfirmen entwickeln. 
Es wäre in Schule viel mehr möglich, wenn Schulleitungen, Lehrer*innen und auch Eltern mit mehr Mut und Visionen wesentliche Impulse und Entwicklungen dazu nicht verhindern sondern ermöglichen würden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Selbstständig denkende, selbstgesteuerte, lebensweltlich orientierte, aktive, motivierte und problemorientiert handelnde Menschen, die später Innovation befördern könnten, bräuchte unsere Gesellschaft dringend! Die scheint eine »Pflicht-Erfüller-Schule« aber nicht zu brauchen.
Es braucht Mut, Ausdauer und sehr viel widerständige Kraft, Schule über die Kunst neu zu denken und umzugestalten! Wer an einer Schule etwas anders macht, muss sich warm anziehen!
Da eine »etwas andere schulische Arbeit« eher kritisch gesehen wird, braucht es gute Argumente für ihre Umsetzung im schulischen Raum. Das heißt konkret für die kunstpädagogische Unterrichts-Praxis:
Die vorgegebenen obligatorischen Unterrichtsvorhaben können, – laut »Schulentwicklung NRW« »Beispiel eines schulinternen Lehrplans für das Gymnasium im Fach Kunst« »Hinweise zur Umsetzung des Kernlehrplans und zur Arbeit in der Fachgruppe« – unter folgenden Voraussetzungen mehr Ideen- und projektbezogen, schülerorientiert, selbstgesteuert und »künstlerisch« freier im Sinne einer qualitativ wertigeren kunstpropädeutischen Ausbildung in Richtung Kunstakademie gestaltet werden:
»(…) Hier sind je nach Lerngruppe und deren Interessen, aktuellen Besonderheiten in der Schule (z.B. Projektwoche) oder im Schulumfeld (z.B. Ausstellungen) oder Absprachen mit anderen Fächern auch andere Umsetzungen möglich. Die anzusteuernden Kompetenzen müssen jedoch für das Fachkollegium verbindlich sein. (…)
https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-s-i/gymnasium-g8-auslaufend-bis-2021-22/kunst-g8/hinweise-und-beispiele-kunst/schulinterner-lehrplan-kunst/

Schule kann über »Kunst« irritiert und verändert werden! Nachfolgend einige Beispiele aus meinem projektorientierten performativen Kunstunterricht, der über Jahre hinweg unter dem Label »ORTungen: SCHOLL.Projekte«, schulische Unterrichtsvorhaben konsequent ideenorientiert und praxisbezogen auch in »Ausstellungen« umgesetzt hat: Digital – Multimedial – Performativ – Installativ – Skulptural – Stadtteil- und Ortsbezogen – »Kunst ins Zentrum!«

Jürgen Lemke: »Kunstunterricht: Von eigenen Ideen beflügelt – begeistert Selbst-Lernen« https://schollprojekte.wordpress.com/2012/11/16/wie-kommen-individuelle-qualitat-und-vielfalt-eigener-ideen-von-lernenden-in-die-welt/

Jürgen Lemke: ORTungen 2011: SCHOLL.Projekte – Schule ins Zentrumhttps://schollprojekte.wordpress.com/2011/07/18/ortungen-2011-scholl-projekte-–-schule-ins-zentrum/

Jürgen Lemke: »Kunstausstellung „ORTungen 2013: SCHOLL.Projekte – Kunst ins Zentrum“ im Kinderhauser Zentrum«
https://schollprojekte.wordpress.com/2013/05/17/kunstausstellung-ortungen-2013-scholl-projekte-im-kinderhauser-zentrum/

Jürgen Lemke: »ORTungen 2015: SCHOLL.Projekte – Ideen ins Zentrum« https://schollprojekte.wordpress.com/2015/10/20/ortungen-2015-scholl-projekte-ideen-ins-zentrum/

Über „SCHOLL.Projekte“
»SCHOLL.Projekte« werden von mir initiiert, um »Kunst« und als kunstpädagogisches individuell förderndes Konzept »Selbstgesteuertes performatives und forschendes Projekt-Lernen« in die Schule und stadtteilbezogen in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Entwicklung eigener Ideen und darüber die Förderung einer gestalterischen Persönlichkeit stehen im Mittelpunkt meiner kunstpädagogischen und auch künstlerischen Arbeit.

Mein künstlerischer und kunstpädagogischer Ansatz für SCHOLL.Projekte:
Als Künstler und Lehrer sehe ich an erster Stelle meine Aufgabe darin, junge gestalterische Persönlichkeiten auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu begleiten; sie dabei zu unterstützen, ihre lebendigen neugierigen forschenden Eigenbewegungen zu erhalten und weiter zu entwickeln.
Das bedeutet auch für mich selbst, weiterhin offen für Neues zu bleiben. Mit meinem künstlerischen Konzept „ORTungen“ bin als Bildender Künstler, Musiker, Performer und Projektemacher interdisziplinär multimedial unterwegs – auch in Schule.
Mit einer selbstgesteuerten performativen Projektarbeit zwischen Kunst und Pädagogik versuche ich in der Schule, Lernende dort abzuholen, wo sie selbst stehen. Die Förderung ihrer eigenen Ideen in heterogenen Selbstlern-Räumen zwischen medialer, theatraler und kunstbezogener Bildarbeit sind dabei Mittelpunkt meines projektorientierten performativen Kunstunterrichts. (siehe hierzu ausführlich meine projektorientierten Methoden im Kunstunterricht unter: „Selbstgesteuerte kompetenzorientierte performative Ideen- und Projektentwicklung als integratives Unterrichtsvorhaben im Kunstunterricht“)

Ich öffne bewusst Räume für eine möglichst offene selbstgesteuerte Arbeit von Schülerinnen und Schülern, die an der Schwelle ihrer Veränderung zwischen Kind-Sein und Erwachsen-Werden stehen. Gerade Jugendliche im sogenannten „Sturm und Drang-Alter“ brauchen auf der Suche nach ihrer Identität eigene Räume zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Räume, die ihnen ermöglichen, sich freier in Schule und an außerschulischen Selbst-Lern-Orten zu bewegen, um über erwartete Kompetenzen hinaus Wissen und Fähigkeiten getragen von eigenen Ideen zu entwickeln. Ich versuche ihnen mit einer offenen vertrauengebenden Grundhaltung zu begegnen. Diese soll ihnen Mut machen und ihre Eigenverantwortlichkeit stärken. Sie soll zu einem selbstbestimmten Handeln herausfordern und ihnen dabei auch notwendige Rahmenbedingungen für erforderliche Grenzkontakte geben: „Leben ist fließen, an der Grenze formt sich Gestalt“. Die Herausforderung von Grenze, ihre Überschreitung jenseits von Erwartungshorizonten, der Umgang mit Regeln, Sanktionen, Macht und Kontrolle und das Risiko, deren Verlust zu wagen, sind wichtige Erfahrungen für die Entwicklung einer selbstständigen gestalterischen Persönlichkeit. Hieraus können im Kontakt Klarheit, Offenheit, Vertrauen und Verantwortung wachsen…
Ich nehme mit meinem kunstpädagogischen Ansatz die neuen Bildungsstandards des Landes NRW und ihre Forderung nach der Öffnung von Schule für ein neues selbstbestimmteres Lehren und Lernen durch ein anderes Lehrer- und Schüler-Rollenverständnis ernst und versuche, einen Kunstunterricht zu machen, der schülerzentriert, methodenoffen, individuell und gruppenbezogen, heterogen und inklusiv eigenverantwortliches Lernen von Schülerinnen und Schülern fördern will.
Die bei „SCHOLL.Projekte“ erbrachten Leistungen von Schülerinnen und Schülern ragen in der Regel quantitativ und qualitativ über kompetenzorientierte Erwartungen hinaus. Das wird an den öffentlich ausgestellten Bildern, Objekten, Aktionen und Videos deutlich.  Ästhetische und persönliche Erfahrungen, die die jungen Menschen in diesen intensiven gestalterischen Prozessengemacht haben, können nachhaltig über die Schule hinaus ins eigene Leben hinein wirken.

Zum Hintergrund meiner Arbeit:
Ich arbeite nach meinem Staatsexamen (Kunst und Pädagogik Sek II) seit Mitte der 80er Jahre interdisziplinär als Bildender Künstler, Projektemacher und auch als Medienpädagoge mit computergestützten Medien. (http://www.ortungen.de/VitaLemke.pdf)
Von 1989 bis 2001 habe ich an der Kunstakademie Münster für die Bereiche Kunstpädagogik/Kunstdidaktik und Freie Kunst die Werkstatt “Digitale Kunst” konzipiert, aufgebaut und kommissarisch geleitet. Zusammen mit dem Kunstpsychologen und Kunstdidaktiker Prof. Dr. Max Jürgen Kobbert entwickelte ich als Lehr- und Lernprinzip “Digitale Medien genauso selbstverständlich als Werkzeuge nutzen, wie Pinsel und Bleistift”.
Als Lehrbeauftragter habe ich an der Kunstakademie bis 2005 Studierende aller Lehrämter (Primarstufe, Sek I, Sek II, freie Kunst) unterrichtet und künstlerische Projekte mit Medienschwerpunkt mit Studierenden unter anderem zusammen mit dem Adolf-Grimme-Institut auf den Zechen Radbod (Hamm) und Haus Aden (Bergkamen) durchgeführt. (ORTungen 2002 und 2003)
Außerdem war ich für das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung Soest im Bereich Neue Medien in der Lehrerfortbildung tätig und für den LWL habe ich im Bereich Filmbildung Moderatoren ausgebildet.
Am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Münster habe ich im Jahre 2011 zusammen mit Evelyn Futterknecht eine “Filmklasse” aufgebaut, mich bei der Einführung des “Medienpass NRW” an der Schule engagiert und aktiv im Bereich Individuelle Förderung ein die Potenziale entwickelndes Konzept für eine performative medienorientierte Projektarbeit im Kunstunterricht entwickelt.

Gremienarbeit im Kultur und Medienbereich:
Als sachkundiger Bürger habe ich Mitte der 90er Jahre im Medienbereich in der Stadt Münster das preisgekrönte Digitale Stadtnetz (PUBLIKOM http://www.muenster.de ) mitinitiiert und federführend von Seiten einer GRÜNEN Medien AG den Moderationsprozess zwischen Stadt Münster, Büne e.V. und CITYKOM begleitet. Ich war ab 2000 bis zur Übernahme durch die Finnland Telekom stellvertretender Vorsitzender des Beirats der Münsteraner Telekommunikationsfirma CITYKOM.
Als sachkundiger Bürger im Beirat/Werksausschuss der CITEQ begleite ich kritisch, die Umsetzung des Medienentwicklungsplans der Stadt Münster in den Schulen.
Seit 1996 bin ich als sachkundiger Bürger Mitglied in der Kunstkommission der Stadt Münster.

Künstlerische Arbeit:
http://ortungen.wordpress.com/impressum/
http://ortungen.wordpress.com/2011/01/29/ortungen-2010-haus-stapel-in-erwartung/
http://www.ortungen.de//LemkeProjekt SchlachthofWiesbaden.pdf

ORTungen 2017: Initiative, Manifest und künstlerische Aktion zu »LOGO\PIENE«
https://kritikmuenster.wordpress.com/2017/03/25/ortungen-2017-initiative-und-manifest-fuer-kunst-und-oeffentlichkeit-muenster/

ORTungen 2018: Theater im Pumpenhaus. Video-Installation zur Untersuchung Arbeit 4.0 Wandel durch Digitalisierung.

Medienkompetenz Schule:
digitale Medien in der Schule kompetent nutzen: 
https://medienkompetenzschule.wordpress.com

Kritiken:
http://kritikmuenster.wordpress.com

Veröffentlicht
Lemke, Jürgen (1997): „Computer an der Akademie“ in „Unterwegs“, Schriften der Kunstakademie Münster, ISBN 3-928682-156

Lemke, Jürgen (2001): „Modell Münster vor dem Aus-Verkauf? Lokale digitale Stadtnetze“ in „AKP“, Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 2001, ISSN 0722-5474

Lemke, Jürgen (2002): „Orte im Wandel – Radbod“, Kunst mit Neuen Medien, Schriften der Kunstakademie Münster 2002, ISBN 3-928682-34-2

Lemke. Jürgen (2006): ORTungen 2006 – Schlachthof Wiesbaden. Erschienen in „Kulturszene 9, 2006“, Fonds Soziokultur, Bonn

Lemke, Jürgen (2013): Digitales mobiles (Selbst) Lernen statt Handy-Nutzungsverbot. Medienkompetenz Entwickeln. (2013), Heft 64 , S. 17-21. erschienen in der Zeitschrift “Lernende Schule, für die Praxis pädagogischer Schulentwicklung”, Friedrich Verlag

Über meine künstlerische Arbeit:
Martin Rehkopp: Jürgen Lemke, ORTungen 2006: Schlachthof Wiesbaden
http://www.ortungen.de/LemkeProjekt%20SchlachthofWiesbaden.pdf

Martin Henatsch: »ORTungen als Prinzip der Grenzüberschreitung«, 2003
http://www.ortungen.de/HenatschUeberLemkeOrtungen.pdf

Manfred Schneckenburger: »Pittoreskes im postindustriellen Verfall«, erschienen in Katalog: Orte im Wandel – Radbod, Schriften der Kunstakademie Münster, 2002

Sabine Ladwig: »Kunst als Werbefläche?«, erschienen in »Westfalium«, Spezial Skulptur Projekte Münster, 2017

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