SCHOLL.Projekte Film „2:22,22“ von Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Münster steht im Wettbewerb für den Bundes-Schülerfilm-Preis

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Die Nachricht löst große Freude aus bei allen am Film Beteiligten: „Wir freuen uns sehr, dass der Film: „2:22,22“ aus 2.995 Bewerbungen für den Wettbewerb beim „up-and-coming  Int. Film Festival“ ausgewählt wurde. Herzlichen Glückwunsch und viel Glück im Wettbewerb! Das Festival findet vom 24. bis 27. November 2011 im CinemaxX Nikolaistraße in Hannover statt. Die Jury sitzt während der Vorführungen im Publikum. Alle Filme werden anmoderiert, dabei wird der Filmemacher dem Publikum und der Jury vorgestellt. Die Entscheidung über die Vergabe der Preise (Preisverleihung) fällt am Sonntag, 27. November um 11.30 Uhr. Vergeben wird 3 x der ‚Deutsche Nachwuchsfilmpreis’ und 1x der ‚Bundes-Schülerfilm-Preis’…“

Der Film „2:22,22“ von Fabian K. und Niko S., im Kunstunterricht bei Jürgen Lemke produziert, läuft im Wettbewerb um den erstmalig ausgeschriebenen Bundes-Schülerfilm-Preis. Beim Filmfestival „Up and Coming“ in Hannover wird er sich nun mit Schülerfilmen von 105 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet messen. Der mit 1000 Euro ausgestattete Bundes-Schülerfilm-Preis wird am Sonntag, den 27.11. nach der Entscheidung der Jury in einer offiziellen Zeremonie vergeben. Für den Bundeswettbewerb ausgewählt zu sein, ist ein großer Erfolg für die beiden Schüler und auch für die kunstpädagogische und filmische Arbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium.

In ungewöhnlichen Perspektiven zeigt der Kurzfilm „2:22,22“, in schnellen zur Musik geschnittenen Bildern, den rasanten Lauf eines Schülers mit der Pausenklingel zum Bäcker im Kinderhauser Zentrum. Nach dem Kauf eines Schoko-Croissants wird dieses auf dem Rückweg minutiös genüsslich gegessen. Eine typische Pausensituation aus dem normalen Schüleralltag vor einer Freistunde? Das Verlangen und Hetzen nach der „süßen Kleinigkeit“ als Belohnung? Endlich wieder frei bewegen und durchatmen nach diesem alltäglichen langen Sitzen in der Schule: “You can steal my body but you can’t steal my soul – ‘Cause this is how it is and this is how it goes…“

Kunstpädagoge Jürgen Lemke freut sich über dieses herausragende Ergebnis für seine Schüler. Es ist zugleich auch ein Erfolg für den individuell fördernden projektorientierten Kunstunterricht mit neuen Medien. Aufgrund der Ergebnisse der „SCHOLL.Projekte“ und besonders auch angesichts der entstandenen filmischen Arbeiten lässt sich das Resümee ziehen: Eine offene Projektarbeit im Kunstunterricht erzeugt eine außergewöhnliche Qualität bei den gestalterischen Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler.

Thema im Kunstunterricht war es, eigene filmische Ideen zu der Verbindung zwischen Schule und Kinderhauser Zentrum zu entwickeln, zu einer Öffnung von Schule in Richtung Stadt. „Schule ins Zentrum“ und „Overhanging Fruit“, Motto der „SCHOLL.Projekte“, wird im Video „2:22,22“ von den Schülern in eigenwilligen Bildern treffend und spannend umgesetzt. Zugleich auf eine intelligente Weise verbunden mit einer kritischen Sicht auf die immer mehr Zeit in Anspruch nehmende Schule, die die „Körper“ von Schülern in Beschlag nimmt und wenig Raum für „eigene Bewegungen“ lässt. Diese „Selbst-Bewegungen“, als grundlegende Voraussetzungen für die Entwicklung einer gestalterischen Persönlichkeit, möchte Lemke mit einem individuell fördernden Kunstunterricht stärker ermöglichen. Es geht dabei um ein Öffnen von Räumen für eine freiere gestalterische Arbeit, bei der die Schülerinnen und Schüler mehr Zeit als üblich haben für eigenverantwortlich durchgeführte Projekte. In der Schule soll laut Lehrplan eine kompetente Persönlichkeit entwickelt werden, die aktiv „selbst-bestimmt und schöpferisch-gestalterisch handeln“ kann. Das gelingt nachhaltiger über die Entwicklung und Umsetzung eigener Projektideen. Wenn sich mit der Idee ein schöpferisches Feuer entzündet, gibt es oft kein Halten mehr. Dann drehen einige Schüler regelrecht durch! Zum Beispiel außergewöhnlich gute Filme.

Darum soll es in der Schule gehen: Lernen mit Begeisterung, neugierig sein, selbst entdecken und erforschen. Möglichst eigene Ideen selbstverantwortlich umsetzen lernen. In einer eher regelnden Schulstruktur ist dies oftmals noch nicht Konsens. Spätestens im Ganztag muss Schule lernen, mit mehr Offenheit und Individualität, mit einer heterogenen Lern-Vielfalt von Schülerinnen und Schülern umzugehen. Wieviele Stunden schulische Lern-Zeit sind Lernenden verantwortlich zuzumuten? Wie kann eine Freude am Selbst-Lernen geweckt und in Schule erhalten bleiben? Alle wollen für ihr Leben gern lernen. Machen wir dafür Schule!

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Ganz große Bühne für Fabian K. und Niko S. beim Interview nach der Vorführung ihres Films im Wettbewerb beim FilmFestival „Upandcoming“ in Hannover.

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